Wasser begegnet uns jeden Tag in vielen Situationen. Wir nutzen es unter anderem zum Trinken, Kochen, Duschen und Reinigen. Wie viel Wasser wir wofür verwenden, erklären wir in diesem Artikel.
Wofür verbrauchen wir Wasser
Im Jahr 2023 verbrauchten die Deutschen pro Kopf täglich rund 127 Liter Wasser.1 Der größte Anteil wurde für die Körperpflege (36 %) verwendet oder im WC runtergespült (27 %). Mit rund 4 % wurde weitaus weniger für Essen und Trinken genutzt.2 Die Österreicher verbrauchten rund 22 % zum Duschen und Baden, für die Toilettenspülung 25 % und gerade einmal 3 % für Getränke und Speisen.3
Was ist gutes Wasser?
Unser Trinkwasser ist ein sehr gut kontrolliertes Lebensmittel. Es unterliegt strengen Richtlinien bezüglich seiner Inhaltsstoffe, die in der Trinkwasserverordnung festgesetzt sind. Diese stellt sicher, dass unsere Trinkwasserqualität auf einem hohen Niveau bleibt. Doch was heißt das, „gutes Trinkwasser“? Zusammengefasst wird dies in der gesetzlich verpflichtenden Trinkwasserverordnung so festgesetzt:
Welches Wasser soll ich wofür nutzen?
Worauf man bei Wasser achten sollte, hängt vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Trinkwasser für die Zubereitung von Tee sollte beispielsweise über andere Eigenschaften verfügen als Wasser, das für den Betrieb von industriellen Maschinen verwendet wird.
- Im Trinkwasser dürfen keine Stoffe enthalten sein, die unsere Gesundheit gefährden.
- Das Trinkwasser muss geschmacklich und geruchlich einwandfrei sein.
Diese beiden Kriterien müssen erfüllt sein und werden deswegen stellenweise mehrmals am Tag überprüft, sodass gutes Trinkwasser für Jeden überall verfügbar ist.
Gutes Wasser: Mehr als nur H2O
Aus unseren Wasserhähnen kommt also gutes Wasser. Trotzdem fällt manchem vielleicht auf, dass das Leitungswasser zu Hause anders schmeckt als an der Arbeitsstelle. Das liegt daran, dass in unserem Leitungswasser mehr als nur H2O enthalten ist. Genauer gesagt, handelt es sich bei diesen Stoffen um Mineralien, wie zum Beispiel Calcium und Magnesium. Diese können den Geschmack des Wassers erheblich beeinflussen. Vereinzelt können sich auch noch Spuren von Stoffen aus der Wasseraufbereitung im Leitungswasser befinden, vor allem Chlor. Erfahren Sie mehr über Chlor im Trinkwasser.
Folgende Stoffe können sich in unserem Wasser befinden:
- Natürliche Stoffe aus der Umwelt (z.B. Mineralien)
- Stoffe aus der Wasseraufbereitung (z.B. Chlor)
- Partikel aus der Hausinstallation (z.B. Rost, Kalk)
- Rückstände aus Umweltbelastungen (z.B. Pestizide, Hormone)
- Wasserkeime (z.B. Proteobacterium)
Woran erkenne ich gutes Wasser?
Die Qualität von Trinkwasser in Deutschland wird durch die Trinkwasserverordnung geregelt. Trinkwasser muss die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und geschmacklich, geruchlich sowie optisch unauffällig sein. Dennoch kann Leitungswasser je nach Region unterschiedlich schmecken. Verantwortlich dafür sind unter anderem natürlich vorkommende Mineralien wie Calcium und Magnesium, die den Wassergeschmack beeinflussen können.
Empfindest du den Eigengeschmack deines Leitungswassers als störend, kann ein Wasserfilter bestimmte Stoffe wie Chlor sowie weitere geschmacks- und geruchsstörende Bestandteile reduzieren. Dadurch kann sich der Geschmack des Wassers verändern.
Das richtige Wasser: Tipps für Kaffee, Haushaltsgeräte & Co.
Unsere Wasserfilter verbessern nicht nur den Geschmack von Leitungswasser, sondern bereiten es perfekt für die Zubereitung von Heißgetränken wie Kaffee und Tee auf. Denn auch bei den beiden Getränken können sich die feinen Geschmacks- und Geruchsaromen nicht ohne das richtige Wasser entfalten.
Gutes Wasser für Kaffee
Damit man in den vollen Genuss seines Kaffees kommt, sollte man auf die Wasserhärte achten. Denn nur mit weichem Wasser kommen die feinen Genussnoten vom Kaffee zur Geltung. Laut dem Deutschen Kaffeeverband sollte die Gesamthärte des Wassers zwischen 3 und 8° deutscher Härte, die Karbonathärte zwischen 3 und 6° deutscher Härte liegen. Es ist deswegen wichtig, Kaffeewasser zu entkalken, um negative Auswirkungen auf den Kaffeegeschmack zu verhindern:
- Der Kaffee kann sein Aroma nicht vollständig entfalten und schmeckt flach
- Es kann sich keine Crema auf dem Kaffee bilden
- Die Kaffeemaschine kann verkalken und im schlimmsten Falle Schäden davontragen
- ABER: Zu weiches oder gar destilliertes Wasser sollte auch nicht verwendet werden, da der Kaffee dadurch sauer und bitter schmeckt.
Gutes Wasser für Tee
Die besten Teeblätter können ihre Geschmacksnuancen nicht entfalten, wenn das Wasser nicht auf sie abgestimmt ist. Denn auch für Tee wird weiches Wasser empfohlen. Ähnlich wie beim Kaffee zieht hartes Wasser bei der Teezubereitung einige Nachteile mit sich:
- Auf dem Tee bildet sich der sogenannte Teefilm – unschöne Schlieren an der Oberfläche
- Hartes Wasser macht den Tee dunkler und trüb
- Kalk im Tee kann ebenso zu Kalk-Flocken führen, die im Tee schwimmen
- ABER: Zu weiches oder gar destilliertes Wasser ist auch für Tee nicht zu empfehlen, da dieses den Tee fad und bitter schmecken lässt.
Gutes Wasser für Haushaltsgeräte
Hartes Wasser enthält von Natur aus mehr Calcium und Magnesium. Die Wasserhärte beeinflusst zwar nicht die Trinkwasserqualität, kann jedoch Auswirkungen auf Haushaltsgeräte haben. Mit steigender Wasserhärte können sich Kalkablagerungen in Kaffeemaschinen, Wasserkochern oder anderen Geräten bilden. Diese Ablagerungen können die Funktion der Geräte beeinträchtigen und einen regelmäßigen Entkalkungsbedarf verursachen.
Für die Pflege von Haushaltsgeräten empfiehlt es sich, die Hinweise des Herstellers zu beachten und Geräte regelmäßig zu entkalken. Je nach Wasserhärte kann auch ein geeigneter Wasserfilter dazu beitragen, kalkbildende Stoffe im Wasser zu reduzieren.
Um herauszufinden, wie hart Ihr Wasser ist, können Sie entweder bei dem zuständigen Stadtwerk nachfragen oder einen Wasserhärte-Test zu Hause durchführen. Jetzt kostenlos Wasserhärte-Test bestellen.
5 Tipps für einen bewussten Umgang mit Wasser im Haushalt
Im Haushalt verwenden wir täglich Trinkwasser. Mit einigen einfachen Gewohnheiten können Sie Ihren Wasserverbrauch im Alltag reduzieren:
- Eine kurze Dusche kann weniger Wasser verbrauchen als ein Vollbad. Der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem von der Duschdauer, dem Duschkopf und der Füllmenge der Badewanne ab.
- Drehen Sie den Wasserhahn beim Zähneputzen oder Einseifen zu, damit das Wasser in dieser Zeit nicht ungenutzt weiterläuft.
- Nutzen Sie Waschmaschine und Spülmaschine möglichst mit einer zum gewählten Programm passenden Beladung. Beachten Sie dabei die Angaben des Geräteherstellers.
- Ungewürztes und ungesalzenes Kochwasser können Sie nach dem vollständigen Abkühlen gegebenenfalls zum Gießen geeigneter Pflanzen verwenden.
- Füllen Sie Ihr Leitungswasser bei Bedarf in eine wiederverwendbare Flasche ab. Wenn Sie den Geschmack Ihres Leitungswassers verändern möchten, können Sie ein dafür geeignetes Wasserfiltersystem verwenden.