Zitronensäure

Entkalken mit Zitronensäure – das sollten Sie beachten!

Tipps und Tricks zum richtigen Entkalken mit Zitronensäure

Zitronensäure wird häufig zum Entkalken von Wasserkochern, Wasserhähnen und anderen Haushaltsgeräten verwendet. Doch bei falscher Anwendung des Hausmittels kann es zu Schäden an den Geräten kommen. Was Sie bezüglich der Dosierung, Einwirkdauer und Verträglichkeit mit unterschiedlichen Materialen wissen sollten und welche Alternativen zum Entkalken mit Zitronensäure es gibt, erfahren Sie hier.

Kann man mit Zitronensäure entkalken?

Keine Frage: Am besten ist es, Verkalkungen von Anfang an zu verhindern. Kalkablagerungen an Küchengeräten sind störend, unhygienisch und können den Geldbeutel belasten, weil die verkalkten Geräte nicht mehr effizient arbeiten. Beugt man Verkalkungen nicht rechtzeitig vor, ist regelmäßiges Entkalken daher unverzichtbar.

Zitronensäure gilt als umweltschonendes und kostengünstiges Hausmittel zum Entfernen von Kalkflecken, das im Gegensatz zu Essig keinen unangenehmen Geruch hinterlässt. Und tatsächlich kann man die Säure zum Lösen von Kalk verwenden – vorausgesetzt, man beachtet einige grundlegende Regeln. Denn sonst kann Zitronensäure mehr Schaden anrichten als die Kalkablagerungen, die man bekämpfen möchte.

Zitronensäure als Pulver

9 Regeln für das Entkalken mit Zitronensäure

Zitronensäure ist recht aggressiv, daher sollten Sie beim Umgang mit der Säure folgende Regeln beachten:

  1. Vermeiden Sie Kontakt mit den Augen und der Haut: Tragen Sie eine Schutzbrille und Handschuhe.
  2. Verwenden Sie alte Kleidung, denn wenn Ihre Klamotten in Kontakt mit der Säure kommen, kann es zu Verfärbungen kommen.
  3. Zitronensäure sollte zum Entkalken immer mit Wasser verdünnt werden, denn je höher die Säurekonzentration ist, desto höher ist auch das Risiko, dass Materialien angegriffen werden. Empfohlen werden 2 bis 3 EL Zitronensäure-Pulver pro 1 L Wasser.
  4. Geben Sie zum Verdünnen immer zuerst das Wasser in das Behältnis und fügen Sie dann die Zitronensäure hinzu – nie umgekehrt.
  5. Entkalken Sie lieber häufiger mit niedrig dosierter Zitronensäurelösung, um Schäden an den Materialien durch eine zu hohe Dosierung zu vermeiden.
  6. Zitronensäure kann bestimmte Stoffe angreifen. Prüfen Sie daher immer in der Anleitung des Herstellers, ob ein Küchengerät mit Zitronensäure entkalkt werden darf.
  7. Testen Sie das Reinigungsmittel nach Möglichkeit vorab an einer nicht sichtbaren Stelle.
  8. Verwenden Sie Zitronensäurelösung nur kalt oder lauwarm. Denn beim Erhitzen bildet sich in Kombination mit Kalk Calciumcitrat – dies führt zu hartnäckigen weißen Ablagerungen, die nicht wieder zu entfernen sind. Oft ist eine Reparatur des betreffenden Geräts dann nicht mehr möglich.
  9. Spülen Sie das gereinigte Küchengerät abschließend gründlich aus.

Was man mit Zitronensäure entkalken kann – und was nicht

Nicht jedes Gerät beziehungsweise jede Oberfläche kann mit Zitronensäure entkalkt werden. Wofür Sie Zitronensäure verwenden können und wofür nicht, erfahren Sie hier:

  • Das Hausmittel ist nicht für Aluminium geeignet.
  • Auch Marmor und andere Oberflächen aus Kalkstein werden durch Säuren angegriffen.
  • Dampfbügeleisen sollte man besser nicht mit Zitronensäure entkalken, da hier hohe Temperaturen entstehen und sich in der Folge Calciumcitrat bilden und die Düsen verstopfen kann.
  • Die Waschmaschine und die Geschirrspülmaschine müssen normalerweise gar nicht entkalkt werden, da Wasch- beziehungsweise Spülmittel bereits geeignete Entkalker beinhalten.
  • Wasserkocher oder Eierkocher sowie der Wasserhahn , das Spülbecken oder Duschköpfe können – ebenso wie Dichtungen aus Gummi – mit Zitronensäure gereinigt werden, solange diese dabei nicht erhitzt wird.
  • Hartes Wasser lässt sich durch Zugabe von Zitronensäure nicht enthärten – wer weiches Wasser erzeugen will, sollte lieber zu einem Wasserfilter greifen.

Wie aber steht es um Kalkablagerungen in der Kaffeemaschine: Ist Zitronensäure hierfür geeignet?

Kaffeemaschine

Zitronensäure zum Entkalken einer Kaffeemaschine – ja oder nein?

Beim Entkalken einer Kaffeemaschine mit Zitronensäure besteht das Risiko, dass Rückstände des Entkalkers in den Leitungen der Maschine bleiben – insbesondere, wenn Zitronensäure-Pulver anstatt der flüssigen Form verwendet wird. Werden diese Reste bei der nächsten Benutzung erhitzt, kann die Kaffeemaschine durch das gebildete Calciumcitrat irreparablen Schaden nehmen.

Verzichten Sie daher besser darauf, hochwertige Geräte wie einen Kaffeevollautomat oder eine Espressomaschine mit Zitronensäure zu entkalken. Essig ist in diesem Fall übrigens genauso wenig geeignet, da es mit einigen der verbauten Materialien zu chemischen Reaktionen kommen kann.

Anleitung: Wasserkocher entkalken mit Zitronensäure

Zum Reinigen eines verkalkten Wasserkochers kann Zitronensäure verwendet werden, sofern sie dabei nicht erhitzt wird. Und so funktioniert‘s:

  1. Füllen Sie den Wasserkocher vollständig mit kaltem oder lauwarmem Wasser.
  2. Geben Sie ein Päckchen Zitronensäure in Pulverform (25 g) hinzu und verrühren Sie die Mischung.
  3. Lassen Sie die Flüssigkeit ohne vorheriges Aufkochen maximal drei bis vier Stunden einwirken.
  4. Spülen Sie den Wasserkocher nach dem Abgießen der Zitronensäuremischung mehrfach gründlich mit kaltem Wasser aus.

Zitronensäure, Zitrone oder Zitronenkonzentrat?

Zitronensäure trägt ihren Namen, weil sie im 18. Jahrhundert erstmalig aus Zitronensaft gewonnen wurde – tatsächlich kommt sie aber nicht nur in Zitronen, sondern beispielsweise auch in Äpfeln oder Kirschen vor.

Der Saft einer Zitrone enthält etwa 5 bis 7 % Zitronensäure. Daher kann man zum Entkalken grundsätzlich auch frische Zitronen verwenden. Allerdings können dabei Fruchtstücke in die Elektrogeräte gelangen. Zudem enthalten Zitronen ätherische Öle und Aromen, welche die Materialien angreifen können. Letzteres gilt übrigens auch für Zitronenkonzentrat, meist erhältlich in kleinen gelben Plastikfläschchen in Form einer Zitrone.

Zitronen

Reine Zitronensäure ist zum Entkalken besser geeignet. Diese kann man in flüssiger oder Pulverform in der Drogerie oder im Supermarkt kaufen. Welche Form Sie bevorzugen, ist Geschmackssache. In jedem Fall sollten Sie sich an die Dosierhinweise des Herstellers halten.

Wie lange sollte Zitronensäure zum Entfernen von Kalk einwirken?

Die Einwirkdauer ist abhängig vom Säuregehalt der verwendeten Mischung. Unverdünnter Zitronensaft sollte nur wenige Minuten einwirken. Für eine längere Einwirkzeit verdünnen Sie Zitronensaft oder Zitronenkonzentrat im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Zitronensäure sollten Sie hingegen niemals unverdünnt anwenden. Bei einer starken Verdünnung kann die Einwirkdauer jedoch mehrere Stunden betragen.

Um sicherzugehen, dass die Materialien Ihrer Küchengeräte nicht angegriffen werden, wählen Sie am besten eine niedrig dosierte Mischung und eine kurze Einwirkdauer und wiederholen das Entkalken bei Bedarf im Anschluss mit einer höheren Dosierung.

Alternativen zum Entkalken mit Zitronensäure

Um Kalk zu bekämpfen, gibt es verschiedene Wege. Einerseits können bereits entstandene Verkalkungen mit fertig gekauften chemischen Entkalkern oder Hausmitteln wie Essig, Natron oder Backpulver beseitigt werden. Das Entfernen der Kalkablagerungen ist jedoch mühsam, zeitaufwendig und muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, denn die Ergebnisse sind nicht von Dauer.

Wie am Beispiel der Zitronensäure gezeigt, können Fehler in der Anwendung außerdem zu Schäden an Geräten führen und auch die gesundheitlichen Risiken beim Umgang mit Säuren sind nicht zu unterschätzen.

Die einfachere und bequemere Alternative ist es daher, Kalkablagerungen von vorneherein weitestgehend zu vermeiden – zum Beispiel mithilfe eines BRITA Wasserfilters. Indem Sie ausschließlich gefiltertes Wasser verwenden, schützen Sie Ihre Küchengeräte vor Verkalkungen und reduzieren die Häufigkeit, mit der Sie Ihre Haushaltsgeräte entkalken müssen, erheblich. 

Marella Tischwasserfilter

Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem praktischen Tischwasserfilter oder einem BRITA Wasserhahn mit entsprechender Filterkartusche, dank dem Sie frisch gefiltertes Wasser jederzeit direkt aus dem Hahn zapfen können. So oder so: Mit einem Wasserfilter lassen sich Verkalkungen effektiv reduzieren.

Fazit: Es geht auch ohne Zitronensäure!

Zitronensäure kann genutzt werden, um Verkalkungen an bestimmten Küchengeräten zu bekämpfen. Jedoch sind – wie bei allen Entkalkern – bei der Anwendung einige Regeln zu beachten, da das Hausmittel sonst große Schäden verursachen kann.

Wer sich die Mühen und Risiken des Entkalkens ersparen möchte, sollte lästigen Kalkablagerungen besser gleich vorbeugen. Wasserfilter sorgen dafür, dass zeitraubendes Entkalken mit Zitronensäure auch in Haushalten mit hartem Wasser deutlich seltener erforderlich ist überflüssig wird und helfen, wertvolle Küchengeräte ganz bequem vor Schäden durch Kalk zu schützen.

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